Was passiert beim Forderungsausfall?

Wie kann es zum Forderungsausfall kommen?

Tagtäglich erbringen Unternehmen verschiedenster Branchen Leistungen, indem sie ihre Produkte verkaufen oder Dienstleistungen ausführen. Hieraus entstehen für das leistungserbringende Unternehmen Kosten für Material, Personal und Verwaltung. Der resutlierende Rechnungsbetrag, den der Leistungsemfpänger erhält, deckt diese Kosten nicht nur, sondern beinhaltet auch eine Marge für das Gläubigerunternehmen. Kommt es nun zu einem Forderungsaufall, indem der Kunde seine Rechnung  nicht bezahlt, so resultiert ein Verlust aus dem Dienstleistungs- oder Kaufvertrag, denn nun muss das Unternehmen selbst die enstandenden Kosten tragen. Häufen sich solche Forderungsausfälle, wird zunächst die finanzielle Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Kommt es aber dauerhaft und wiederholt zum Forderungsausfall, so ist im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens gefährdet. Bevor es jedoch soweit kommt, lassen sich ein Großteil der Forderungsausfälle bereits im Vorfeld durch verschiedene Massnahmen vermeiden oder zumindest reduzieren.
 

Wie lässt sich ein Forderungsausfall vermeiden?

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» So funktioniert's
Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen einen Forderungsausfall ist eine solide Bonitätsprüfung jedes neuen Kunden vor dem ersten Vertragsabschluss. Dies ist allerdings gerade bei kleineren und mittelständischen Unternehmen noch selten der Fall, da ex ante gewisse Kosten entstehen. Kommt es dann zu keinem Forderungsausfall, da die Kunden ja entsprechend überprüft wurden, „ärgert“ sich das eine oder andere Unternehmen über die vermeintlich „unnötigen“ Kosten. Wird die Bonitätsprüfung nicht durchgeführt, steigt entsprechend das Risiko, dass der Kunde die Forderung des Leistungserbringers gegen ihn nicht begleicht und es zum Forderungsausfall kommt. Auskünfte von Unternehmen wie der Creditreform, Bürgel, Bisnode oder der Schufa informieren, ob der potentielle Neukunde seinen Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit zuverlässig nachgekommen ist. Insbesondere werden Informationen zu eventuellen Vollstreckungsbescheiden eingetragen sein. Zwar sind die Betrachtungen der Auskunfteien rückwärts gerichtet, dennoch erlauben sie eine Bewertung, ob es sich um einen solventen Kunden handelt. Bei Zweifeln hinsichtlich des Zahlungsverhaltens eines Kunden, sollte ein Unternehmen immer Vorkasse verlangen.

Was sind die Handlungsoptionen beim Forderungsausfall?

Mit der Zeit haben sich einige erfolgversprechende Maßnahmen bei einem Forderungsausfall etabliert. Nach Überschreiten des vereinbarten Zahlungsziels sollten zunächst eine bis drei Mahnungen versendet werden, wobei die Frequenz des Versands im Ermessen des Unternehmens liegt. Allerdings gilt hier, dass nicht zuviel Zeit verstreichen sollte, da der Wert der Forderungen bei einem Zahlungsausfall mit deren steigendem Alter abnimmt. Zu diesem Zeitpunkt stehen Gläubigerunternehmen vor der Entscheidung, das gesamte Mahnwesen intern oder extern durchzuführen. Eine interne Mahnabteilung führt zu höheren Personalkosten und verlangt solide juristische Kenntnisse, externe Dienstleister bringen immer einen gewissen Kontrollverlust über den Forderungsausfall mit sich. Solange ein Forderungsausfall nicht mehr als 6 Monate über dem Zahlungsziel liegt, handelt es sich um sogenannte kaufmännisch ausgemahnte Forderungen. Zahlt der Kunde nach wie vor nicht, kann die Forderung abgeschrieben oder ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden. Ersteres verursacht den geringsten Aufwand, resuliert aber auch in einem Totalverlust durch den Forderungsausfall. Im typischen Inkasso wird vor Beginn des gerichtlichen Mahnverfahrens noch eine telefonische Kontaktaufnahme versucht. Bestätigt sich die Hoffnung auf ein reibungsloses Inkasso nicht, wird beim Forderungsausfall das gerichtliche Mahnverfahren bis zum Vollstreckungsbescheid durchlaufen. Mit dem Vollstreckungsbescheid liegt dem Gläubiger eine titulierte Forderung vor, die zur sofortigen Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners befähigt. Ein solcher Vollstreckungstitel ist 30 Jahr lang gültig und verhindert so die Verjährung am Ende des dritten Jahres nach Entstehung des Forderungsausfalls. Zur Vermeidung dieses langwierigen und kostenintensiven Verfahrens, stellt ein Forderungsverkauf eine sinnvolle Alternative dar.

Was sind die Vorteile des Forderungsverkaufs bei einem Forderungsausfall?

Wenn Unternehmen Forderungen verkaufen, geben sie im Austausch für die Kaufpreiszahlung das Risiko des vollständigen Forderungsausfalls an den Käufer ab. Allerdings gehen auch sämtliche Erlöschancen auf den Käufer über. Dieser wird also rechtlich so gestellt, also hätte er die originäre Leistung erbracht. Im Gegenzug erhält der Verkäufer sofort den Kaufpreis überwiesen. Auf diese Weise muss er dem schlechten Geld kein gutes Geld hinterherwerfen, sondern er erhält vielmehr noch einen gewissen Betrag und kann sich sofort wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Darüber hinaus erhöht der Forderungsverkauf nicht nur die Liquidität im Unternehmen, sondern er schafft auch Planungssicherheit. Je schneller die betroffenen Forderungen nach einem Forderungsausfall zum Verkauf freigegeben werden, desto höher ist der Erlös. Der Verkauf von kaufmännisch ausgemahnten Forderungen erzielt aber nicht nur höhere Preise, sondern vermeidet auch die zusätzlichen Kosten, die bei der Erwirkung eines Vollstreckungstitels anfallen.
 

Debitos als schnelle und transparente Lösung beim Forderungsausfall

Wenn sich Unternehmen zum Forderungsverkauf entscheiden, dann wollen sie den Prozess meist mit möglichst geringem Aufwand und schnell durchführen. Gleichzeitig soll der Erlös aus dem Verkauf der Forderungen maximiert werden. Daher bietet es sich an, eine gewisse Anzahl von Forderungen zu einem Forderungspaket zu bündeln und gemeinsam zu verkaufen. Sodann können entsprechende Käufer recherchiert und individuell angesprochen werden. Dies ist allerdings relativ zeitaufwändig und bindet entsprechende Ressourcen. Außerdem sind die verschiedenen Konditionen der potentiellen Käufer nicht sofort vergleichbar. Einfacher, schneller und transparenter ist daher der Verkauf von Forderungen über die Debitos Forderungsbörse. Die Online-Plattform ermöglicht die gleichzeitige Ansprache von mehr als 200 geprüften Käufern über einen einzigen Kanal. Durch den Verkauf der Forderungen im Auktionsverfahren mit direktem Wettbewerb zwischen den Investoren wird außerdem nach dem Forderungsausfall der maximal mögliche Erlös erzielt. 

Über Debitos können Unternehmen jede Forderung unabhängig von ihrem juristischen Status schnell und bequem zur Versteigerung freigegeben. Es ist somit unerheblich, ob Forderungen kaufmännisch ausgemahnt oder bereits tituliert vorliegen. Ein Gläubiger kann sich auch kurzfristig für den Verkauf entscheiden, wenn eine Forderung ein besonders langes Zahlungsziel hat und künftig fällig ist. Dabei fällt der Abschlag, der beim Verkauf von Forderungen fällig wird, niedriger aus, je jünger die Forderungen sind.