Was ist eine Zession?

Was ist eine Zession?

Eine Zession ist juristisch definiert als die Abtretung einer Forderung. Diese Forderung wird von einem Gläubiger auf einen anderen übertragen. Den bisherigen Gläubiger bezeichnet man als Zedent, der neue Gläubiger ist der Zessionar. Damit ändert sich das bestehende Schuldverhältnis auch für den Schuldner, denn er bekommt einen neuen Gläubiger, an den er die Zahlung zu leisten hat. Ist der Schuldner über den Wechsel des Gläubigers informiert, spricht man von einer offenen Forderungsabtretung. In diesem Fall hat er die Zahlung an den neuen Gläubiger zu leisten. Wird der Schuldner nicht darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Forderung abgetreten wurde, liegt eine stille Abtretung vor. In diesem Fall wird der Schuldner die Zahlung an seinen bisherigen Gläubiger tätigen. Die Basis der Abtretung ist ein Vertrag, der zwischen dem Zedent und dem Zessionar geschlossen wird.

Wann kann man sie einsetzen?

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» So funktioniert's


In der Regel wird eine Forderungsabtretung eingesetzt, wenn der Gläubiger das ihm zustehende Geld dringend benötigt und die Zahlung durch den Schuldner nicht abwarten will. Dies gilt umso mehr, wenn die Rückzahlung der ausstehenden Summe nicht gesichert ist, weil die Bonität des Schuldners zu wünschen übrig lässt. Auch im Fall eines langfristigen Zahlungsziels kann die Forderungsabtretung eine interessante Option sein. In diesem Fall genießt zwar der Schuldner seine lange Frist bis zur Rückzahlung der Forderung, der bisherige Gläubiger erhält das ihm zustehende Geld trotzdem zeitnah und weit vor dem Ablauf der Zahlungsfrist. Damit bleibt der Gläubiger liquide, er vermeidet Liquiditätsengpässe aufgrund von ausstehenden oder ausfallenden Forderungen. Als Aufkäufer der Forderung eignen sich in der Regel Inkassounternehmen, die abgetretene Forderungen übernehmen oder die Forderungen aufkaufen. Der Zedent hat für die Forderungsabtretung einen Abschlag zu akzeptieren. Das bedeutet, dass die ausstehende Summe von dem neuen Gläubiger nicht in voller Höhe ausgezahlt wird. Trotzdem kann eine Forderungsabtretung eine sehr sinnvolle Alternative sein, um den bisherigen Gläubiger mit Kapital zu versorgen.

Wer kann sie nutzen?

Die Abtretung von Forderungen kommt für Unternehmen aller Größenordnungen in Frage. Insbesondere kleine und mittlere Firmen, die durch ein langfristiges Zahlungsziel oder durch eine unsichere Forderung schnell in Liquiditätsprobleme geraten, haben an der Abtretung Interesse. Solche Unternehmen haben häufig nicht die finanziellen Ressourcen, um einen Forderungsausfall oder ein langes Zahlungsziel finanziell zu verkraften.

Was sind die Vorteile einer Zession?

Die Vorteile einer Abtretung von Forderungen liegen in der schnellen Beschaffung von zusätzlicher Liquidität. Der Zedent erhält den finanziellen Gegenwert seiner Leistung bei einer Abtretung deutlich schneller ausgezahlt als bei der Vereinbarung eines langfristigen Zahlungsziels. Wird die Rückzahlung einer Forderung unsicher, geht ihm das ihm zustehende Geld für die erbrachte Leistung ebenfalls sicher und früher zu, er vermeidet so unter Umständen ein langwieriges und aufwändiges Forderungsmanagement oder gar das gerichtliche Mahnverfahren. Für den Zedenten ist dieses Verfahren trotz des eingeräumten Abschlags auf die Forderungssumme deutlich kostengünstiger und weniger aufwändig.

Die Zession über Debitos als Alternative zum Unternehmenskredit


Die Abtretung von Forderungen ist für den Gläubiger eine Variante, seine Liquidität zu verbessern. Er erhält mit einer Forderungszession also zusätzliche finanzielle Mittel für seinen Betrieb. Diese finanziellen Mittel könnte er auch anderweitig beschaffen, in Frage kommen kann ein Unternehmenskredit. Dieser Kredit wird bei einer Bank aufgenommen, als Kreditnehmer hat sich der Gläubiger dann einer langwierigen und sorgsamen Prüfung seiner Bonität durch die kreditgebende Bank zu unterziehen. Im Einzelfall kann die Bonität des Kreditnehmers nicht ausreichen, um eine Kreditbewilligung des Kreditgebers zu erhalten. Selbständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen sehen sich dieser latenten Gefahr immer ausgesetzt, denn sie werden als Kreditnehmer besonders eingehend und sorgfältig hinsichtlich ihrer zu erwartenden Zahlungsfähigkeit untersucht. Außerdem wird ein Kredit in der Schufa eingetragen, der Wert des Schufa-Scores wird sich damit längerfristig verschlechtern. Ist der Unternehmer bei weiteren Finanzierungs- oder Vertragsanfragen auf einen hohen Schufa-Score angewiesen, kann die Verschlechterung durch den zusätzlichen Kredit zu Problemen führen. Zusätzlich hat jeder Kreditnehmer einen Zins für seine Finanzierung zu zahlen. Die Zinsen zahlt er Monat für Monat während der gesamten Vertragslaufzeit. Damit kann ein Unternehmenskredit letztlich auch eine teurere Alternative als die Abtretung der Forderung sein.

Die Online-Plattform Debitos bündelt die Interessen von Gläubigern, die ihre Forderungen verkaufen wollen ebenso wie die Interessen von potenziellen Käufern bestehender Zahlungsverpflichtungen. Diese potenziellen Käufer können Steuerberater, Rechtsanwaltskanzleien, Inkassounternehmen oder sogar Privatpersonen sein, die Forderungen aufkaufen und die daraus einen akzeptablen Gewinn realisieren. Jeder Käufer hat die Wahl unter einer Vielzahl von bereits im gesetzlichen Mahnverfahren befindlichen Zahlungsverpflichtungen, selbst bereits titulierte Verbindlichkeiten können aufgekauft werden. Für den Käufer ist dieses Geschäftsmodell durchaus lukrativ, ist er doch in der Lage, den Einkauf der Forderung deutlich unter dem eigentlichen Betrag zu realisieren. Das liegt daran, dass viele Gläubiger sich mit einer im Mahnverfahren befindlichen Forderung einfach nicht mehr beschäftigen wollen. Sie zielen darauf ab, sich das langfristige außergerichtliche und gerichtliche Mahnverfahren zu ersparen und wollen sich verstärkt auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen konzentrieren. Dazu ist es erforderlich, einen sofortigen Mittelzufluss zu erzielen. Dafür sind die Unternehmen wiederum bereit, einen größeren Abschlag auf den ihnen zustehenden Betrag in Kauf zu nehmen. Für den neuen Gläubiger resultiert daraus ein stattlicher Gewinn, steht ihm doch der Gesamtbetrag der Forderung von seinem Schuldner zu. Somit ist Debitos für beide Vertragspartner eine interessante Alternative zum Kredit. Hinzu kommt die große Auswahl von Verkäufern und Käufern auf beiden Seiten. Ein sicheres und von den Datenschutzbehörden und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) freigegebenes Vertragswerk sorgt dafür, dass beide Vertragspartner eine außerordentlich hohe Sicherheit bei höchster Flexibilität und Transparenz genießen.